Künstlerhaus Dortmund
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Gotland-Stipendium

Seit 1976 ermöglichen der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und Gotlands Kommun jedes Jahr einen vier-wöchigen Aufenthalt für einen bildenden Künstler/eine jungen bildenden Künstlerin auf der schwedischen Insel Gotland bzw. in Westfalen-Lippe. 
Der Künstleraustausch findet jedes Jahr im Monat September statt.
Die westfälischen Künstlerinnen und Künstler werden in der Künstlersiedlung der Brucebo-Stiftung in Sjäsö bei Visby untergebracht.

Seit 2017 ist das Künstlerhaus Dortmund der westfälische Aufenthaltsort für für den schwedischen Gast.
Während der jeweiligen Aufenthalte haben die Stipendiaten die Möglichkeit auszustellen. Ausrichter ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Die Organisation vor Ort erfolgt durch den Geschäftsführer des Künstlerhauses Dortmund Peter Schmieder.




2020

Torbjörn Limé arbeitet mit Mitteln der Malerei, Fotografie und Installation. Ort, Umgebung und Kontext sind wichtige Ausgangspunkte für sein Schaffen, das sich zwischen farbiger Abstraktion und dokumentarischen Bezügen bewegt. Mit der Betonung auf Farbe, Form, Illusion und Wahrnehmung beschäftigt sich seine kreative Praxis mit Themen, die sich um zeitgenössische soziale und wirtschaftliche Strukturen drehen.
In Torbjörn Limés relativ neu gestartetem Projekt "The Labourer Suite" sind Fragen zu Identität, Klasse, Arbeit und Natur in einem postindustriellen Kontext aufgetaucht und zu thematischen Schlüsselkonzepten geworden. Das zugrunde liegende Motiv ist seine Kindheit in Trollhättan, früher eine der größten Industriestädte Schwedens. Die nachwirkende Atmosphäre der Vergangenheit, die sich in einer postindustriellen Gegenwart und im Individuum bemerkbar macht, ist für den Künstler ein wichtiges Thema.
Limé wird während des einmonatigen Stipendiums im Künstlerhaus Dortmund sein Projekt "The Labourer Suite" weiterentwickeln und im Ruhrgebiet forschen. Seine Ausstellung im Künstlerhaus Dortmund wird eine "work in progress“-Präsentation sein, die Malerei, Fotografie, Zeichnung und Objekte mit Bezügen sowohl zu seinem Geburtsort Trollhättan als auch zu Dortmund enthält.

Präsentation: 19. September 2020, 16 - 23 Uhr
im Rahmen der DEW21-Museumsnacht
Künstlerhaus Dortmund, 1. OG


Die Arsenarbeiter (50x50 cm, 2018, Aquarell auf Aquarellpapier)



2018

Elfrida Nilsdotter Ahlby ist im September 2018 zu Gast im Künstlerhaus. Elfrida Nilsdotter Ahlby arbeitet als Künstlerin mit Textilien und Malerei. Sie versucht, in Produkten der bildenden Kunst, das Wissen um traditionelle Handwerkskunst mit eigenen Fähigkeiten zu vereinen. In letzter Zeit hat die Künstlerin an Stickereien gearbeitet, die ihre Liebe zur Farbe, das textile Material und die durch Fäden erzwungene Langsamkeit kombinieren. Dabei sind die taktilen Eigenschaften der Textilien ein wichtiger Bestandteil des Schaffensprozesses, bei dem die bedächtige Arbeit an Stickereien viel Raum für Reflexionen während der Entstehung bietet. Aktuell entstehen vermehrt Wandteppiche, veranlasst durch den Wunsch, in Collagenform zu arbeiten. Dabei beruft die Künstlerin sich auf die lange schwedische Tradition der Kombination von gesticktem Text und Bildern, die häufig mit moralisierendem Inhalt angefertigt wurden.

Präsentation: 22. – 30. September 2018
Eröffnung am Freitag, dem 21. September um 19 Uhr
Begrüßung Dr. Peter Schmieder, Künstlerhaus Dortmund
Grußwort Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin Landschaftverband Westfalen-Lippe
Öffnungszeiten: Do-So. 16-19 Uhr


Layout Karte ©: Linda Opgen-Rhein, Motiv © Elfrida Nilsdotter Ahlby



2017

Im Herbst 2017 haben Kristina Frank und Maria Holmqvist an einem video-mapping Projekt im Künstlerhaus gearbeitet. Kristina arbeitet als Künstlerin mit den Medien Video, Animation und Performance, und Maria arbeitet als Tänzerin.
Nachdem Kristina zunächst ihre Arbeit auf den Bereich innerhalb des Bildgevierts konzentrierte, hat sie um atmosphärische Werte zu verstärken, begonnen, mit dem Raum zu arbeiten, indem sie Körper und Objekt zu animierten Oberflächen macht. Der Charakter des Raumes, genauso wie die Industrievergangenheit des Künstlerhauses und die dunklen Kellerschächte, die früher zu den Minen führten, hatte einen großen Einfluss auf das Design und die Inspiration des Werkes.

Ausstellungseröffnung am Freitag dem 29. September um 19:00 Uhr
Begrüßung und Einführung:
Heike Herold, Landschaftsverband Westfalen Lippe, Kulturabteilung
Dr. Peter Schmieder, Geschäftsführer des Künstlerhaus Dortmund


Foto: Maria Holmqvist