Künstlerhaus Dortmund
Kontakt   Sunderweg 1 | 44147 Dortmund | fon 0231 - 820304 | fax 0231 - 826847 | email buero at kh-do.de
Öffnungszeiten   Büro  Mo + Fr 10 - 14 h Di - Do 10 - 16 h  |  Ausstellung  Do - So 16 - 19 h
DE   EN

Waterkant

17. Mai  – 28. Juni 2020

Eröffnung am Samstag, den 16. Mai um 20 Uhr

Aurel Dahlgrün, Lena von Goedeke und Astrid Nobel verbindet ein besonderes Interesse an der Auseinandersetzung mit Grenzgebieten. Ihr künstlerischer Umgang mit Grenzgebieten findet sowohl räumlichen, materiellen als auch narrativen Ausdruck. Das verbindende Motiv ist dabei das Element des Wassers. Dahlgrün beschäftigt sich in seinen fotografischen und installativen Arbeiten mit räumlicher Gegenwart, insbesondere mit Übergangssituationen und Polaritäten – wie Oberfläche und Tiefenraum, Aufsicht und Untersicht, Innen und Außen. Starke Reize werden der Faszination des Unwägbaren und den Fantasien über die verborgene Welt unter dem Wasserspiegel entnommen. Von Goedekes jüngste Arbeiten sind ebenfalls geprägt von Erfahrungen des Unwägbaren wie des Unwirtlichen und Ephemeren. Von Goedeke erarbeitet zu diesen Themen Installationen, Fotografien und Videos. Nobels Arbeiten sind Ausdruck einer Auseinandersetzung mit Zeit und Widersprüchem ebenso wie mit Grenzgebieten und Übergängen zwischen verschiedenen Orten und Lebensräumen. Gefundene und gesammelte Materialien, wie – mitunter durch Rohöl verunreinigter – Sand der Nordseeküste nutzt Nobel, um diese in ihren Arbeiten umzudeuten. Die Materien des Grenzgebiets zwischen Wasser und Land transformiert sie, um neue Erfahrungs- und Reflexionsräume zu erzeugen. Eine Metapher eint die Grenzgänge von Dahlgrün, von Goedeke und Nobel, denen in der Ausstellung nachgegangen wird: die Waterkant.

Artists
Aurel Dahlgrün
Lena von Goedeke
Astrid Nobel




Aurel Dahlgrün

Lotrichtung I, 2019

Aurel Dahlgrün (*1989 Berlin) wuchs in Småland, Schweden, auf und lebt seit 2011 in Düsseldorf, wo er 2018 sein Studium der Fotografie an der Kunstakademie bei Prof. Christopher Williams abgeschlossen hat. Dahlgrün setzt sich in vielfältiger Weise mit dem Medium Fotografie auseinander. Dabei belebt er auch alte Techniken wieder, interpretiert diese neu und führt dabei möglichst viele Schritte eigenhändig durch. Er übersetzt die fotografischen Aufnahmen in verschiedene Formen, wie in Fotoradierungen, insbesondere Heliogravuren auf teils selbstgeschöpftem Papier, in Installationen, Silbergelatine-Abzüge auf Barytpapier oder Künstlerbücher. Dahlgrün erforscht die räumliche Gegenwart, insbesondere Übergangssituationen. Dabei interessiert ihn insbesondere das Element des Wassers. Dabei beschäftigt ihn in seinen fotographischen und installativen Arbeiten die vor allem die räumliche Gegenwart, insbesondere Übergangssituationen und Polaritäten – wie Oberfläche und Tiefenraum, Aufsicht und Untersicht, Innen und Außen –, sowie die Faszination des Unwägbaren, die Fantasien über die verborgene Welt unter dem Wasserspiegel. 2015 erhielt Aurel Dahlgrün den Hogan Lovells Art Award und 2018 den Ehrenhof-Preis als beste Abschlussarbeit der Düsseldorfer Absolvent*innen.
www.aureldahlgruen.com


Lena von Goedeke

Habitable Zone I, 2019

Lena von Goedeke (* 1983) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte freie Kunst an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf. Von Goedeke erhielt für ihre Arbeit zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. den DEW21 Kunstpreis und die Arctic Circle Residency 2018. Von Goedekes jüngste Arbeiten sind von Erfahrungen des Unwägbaren, wie auch des Unwirtlichen und des Ephemeren, geprägt, die sie bei mehreren Aufenthalten in der Arktis gesammelt hat und ihre Form in Installationen, Fotographien und Videos finden. Dabei setzt sich von Goedeke verstärkt mit Grenzen und Grenzgebieten auseinander, wobei der Klimawandel ebenso eine zentrale Rolle spielt wie die persönlich gesammelten Erfahrungen an einem der unwirtlichsten Lebensräume der Erde.
www.vongoedeke.com


Astrid Nobel

Raise / Subside, 2019, Foto: melklokaal

Astrid Nobel (* 1983) wurde auf Ameland, NL, geboren. Sie absolvierte 2007 die Academie Minerva in Groningen und besuchte anschließend das Postgraduiertenprogramm DNA an De Vrije Academie in Den Haag. Nobel war bis vor Kurzem Stipendiatin an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam. Ihre Skulpturen und Installationen konzentrieren sich auf das Dazwischen. Zeit, Erinnerung, Gegensätze und Grenzen oder Übergangsbereiche sind wiederkehrende Themen. Nobels Arbeiten sind Ausdruck einer Auseinandersetzung mit Zeit und Widersprüchen ebenso wie mit Grenzgebieten und Übergängen zwischen verschiednen Orten und Lebensräumen. Gefundene und gesammelte Materialien, wie –mitunter durch Rohöl verunreinigter – Sand der Nordseeküste, nutzt Nobel, um diese in ihre Arbeiten zu integrieren und umzudeuten. Die Materien des Grenzgebiets zwischen Wasser und Land transformiert sie, um neue Erfahrungs- und Reflexionsräume zu erzeugen.



Konzept und Organisation: Benedikt Fahrnschon, Alexander Rütten, Jana Kerima Stolzer
Texte und Abbildungen Werke: © die KünstlerInnen

Freundlich unterstützt durch: Kulturbüro Dortmund, Sparkasse Dortmund, DEW 21