Künstlerhaus Dortmund
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Schichten – Stränge – Stofflichkeiten

14. Dezember 2019 – 2. Februar 2020

Eröffnung am Freitag, den 13. Dezember um 20 Uhr


Die Ausstellung zeigt die Arbeiten von drei Künstlerinnen, bei denen das Auseinandernehmen, Entschlüsseln und Dekonstruieren von Zeit, Raum, Material und Strukturen ineinander fließt mit Prozessen des Zusammenfügens, Verknüpfens und Konstruierens.
Diese Herangehensweise spiegelt in ihrer individuellen Ausprägung die jeweiligen inhaltlichen Fragestellungen unmittelbar wider.

Künstlerinnen
Mirjam Elburn
Esther Hagenmaier
Simona Koch



Mirjam Elburn

»Biester«, Installation (24 Seifenkisten, menschliches Haar gefilzt), Einzelkiste: ca. 10 x 30 x 15 cm, © VG Bild Kunst Bonn

In ihrer Arbeit verbindet Mirjam Elburn handgefertigte und gefundene Objekte, Material, das zumeist als Abfall betrachtet wird, Fotografie und Zeichnung, um ortsbezogene Arbeiten zu realisieren. Der Verfall — und dadurch die Vergangenheit oder vielmehr die Zeit — sind das eigentliche Material ihrer Arbeit.
Sie verwendet u.a. alte, zeitaufwändige, handwerkliche Techniken, um ephemere Objekte zu schaffen. Diese Techniken, denen eine repetitive Handlung zugrunde liegt, nutzt Elburn bildhauerisch und überführt sie in einen neuen Kontext.
Elburn interessiert die Geschichte und die Erfahrungen hinter dem Material — die konstante Veränderung und die unberechenbare Natur der Dinge. Durch das Auseinandernehmen von Material und das erneute, neue Zusammenfügen erfährt sie Bilder, Geschichten und Räume.
www.mirjamelburn.com


Esther Hagenmaier

»faltung_01«, Farbfotografie (Pigment Print) auf Aludibond, 89 x 115 cm, © VG Bild Kunst Bonn

Zentrale Themen der künstlerischen Arbeit von Esther Hagenmaier sind Raum und Wahrnehmung. Mit fotografischen Mitteln erzeugt die Künstlerin Bilder, die das Sehen und die Wahrnehmung thematisieren. Dabei verfolgt sie konsequent einen erweiterten Fotografiebegriff und lotet immer wieder die Grenzen des Mediums aus.
Esther Hagenmaier beschäftigen Fragestellungen aus der abstrakten, konkret-konstruktiven Kunst - ihre Arbeiten untersuchen auch, wie sich diese mit dem Medium Fotografie umsetzen lassen. Architektur als gebauter Raum ist ein wichtiger Ausgangspunkt für ihre shaped photographies.
www.esther-hagenmaier.com


Simona Koch

 »Universeller Stammbaum #1«, Installation (8.000 m Sisal-Seil, geknotet), ca. 3 x 3 x 4 m

Simona Koch interessiert sich zutiefst für die Spielarten des Lebendigen. Wurzeln, Wachsen, Verwachsungen, Leben und Tod, die Unendlichkeit und das Nichts – woher kommt das Leben und wohin entwickelt es sich, wie stehen die Lebewesen miteinander in Verbindung und welche Rolle spielt der Mensch in diesem Gefüge …?
In ihren Arbeiten erforscht sie naturwissenschaftliche Rätsel, spielerisch und spekulativ mit künstlerischen Strategien. Besonders interessieren sie hierbei unsichtbaren Verbindungen und Netzwerke, auf denen die Lebendigkeit basiert. Sie hat begonnen diese nachzuvollziehen und die Abgeschlossenheit oder Verbundenheit von Lebewesen und organischen Körpern zu hinterfragen.
www.en-bloc.de



Konzept und Organisation: Denise Ritter
Texte und Abbildungen Werke: © die Künstlerinnen

Freundlich unterstützt durch: Kulturbüro Dortmund, Sparkasse Dortmund, DEW 21